Wie viele Weisheitszähne kann man haben?

Autor: Dr. Anita Schwenk

Weisheitszähne sind bei den meisten Menschen angelegt und können oftmals Probleme bereiten. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen darstellen, was Weisheitszähne sind, wie viele davon in der Regel angelegt sind, welche Problem sie bereiten können und wer die Kosten für eine Entfernung trägt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei den meisten Menschen sind schon vor der Geburt vier Weisheitszähne angelegt, die dann jedoch erst ab einem Alter von ca. 16 Jahren durchbrechen. Diese Zähne können dann häufig Probleme bereiten, weil sie im Kiefer keinen ausreichenden Platz mehr finden.
  • Für den Fall, dass die Zähne Probleme bereiten, empfehlen Zahnärzte in den meisten Fällen, diese zu entfernen.
  • Die Entfernung der Weisheitszähne inklusive einer örtlichen Betäubung wird in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Wer jedoch Wert auf eine umfangreichere und schonende Betäubung legt, kann als gesetzlich Versicherter eine private Zahnzusatzversicherung abschließen, die die Kosten hierfür trägt.

Was sind Weisheitszähne?

Als bezeichnet man die hintersten Backenzähne im Kiefer, die bei den meisten Menschen sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer erscheinen. Diese Zähne brechen erst spät durch, zumeist in einem Alter zwischen 16 und 25 Jahren.

Oftmals haben sie im Kiefer keinen ausreichenden Platz und können sowohl Schmerzen als auch andere Beschwerden auslösen. In diesen Fällen werden sie zumeist operativ entfernt.

Wie viele Weisheitszähne kann man haben?

Im Regelfall hat ein Mensch vier Weisheitszähne, die bereits vor der Geburt angelegt worden sind. Bei ca. 20 Prozent aller Menschen sind jedoch gar keine Weisheitszähne angelegt. Es kann auch vorkommen, dass nur einzelne Weisheitszähne wachsen und nicht alle vier.

In seltenen Fällen können Menschen auch mehr als vier Weisheitszähne wachsen, wobei jedoch die weiteren Exemplare dann deutlich kleiner sind. Oftmals können die Weisheitszähne jedoch nicht richtig durchbrechen, da sie nicht genug Platz im Kiefer finden.

Muss man Weisheitszähne entfernen?

Weisheitszähne muss man nicht zwingend entfernen. Für den Fall, dass diese genug Platz im Kiefer finden, gerade herauswachsen und keinerlei Beschwerden verursachen, können sie immer im Kiefer verbleiben.

In vielen Fällen ist der Platz im Kiefer jedoch nicht ausreichend, sodass die durchdrängenden Weisheitszähne eine Reihe von Problemen verursachen können, von Entzündungen bis zu Zahnfehlstellungen und natürlich dann auch mit Schmerzen verbunden sind. In diesen Fällen empfehlen Zahnärzte in der Regel eine Extraktion der Weisheitszähne. Diese Beschwerden können auch auftreten, wenn die Weisheitszähne noch gar nicht durchgebrochen sind.

Weisheitszähne entfernen – Kosten

Die Kosten für die Entfernung von Weisheitszähnen können unterschiedlich ausfallen. Generell kann man aber, inklusive der Kosten für die Vorbehandlung, wie Röntgen, Zahnreinigung, Vorbehandlung, mit ca. 300 bis 800 € pro Zahnrechnen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dabei die Kosten für die Entfernung der Zähne und die entsprechende örtliche Betäubung für den Eingriff.

Für den Fall jedoch, dass man alle Zähne auf einmal entfernen lassen will und dafür eine Vollnarkose benötigt, so muss man diese als gesetzlich Versicherter in der Regel selbst bezahlen. Auch andere schonende Betäubungsmethoden, wie z. B. eine Lachgassedierung, die insbesondere bei Angstpatienten hilfreich sein, müssen privat bezahlt werden und können einige hundert Euro kosten.

Zahnzusatzversicherung für die Entfernung der Weisheitszähne

Legt man bei einer Entfernung der Weisheitszähne Wert auf eine schonende, aber wirkungsvolle Narkose, kann es für gesetzlich Versicherte sinnvoll sein, eine private Zahnzusatzversicherung abzuschließen, die eben auch andere Narkosemethoden miteinschließt.

Heute gibt es gute Zahnzusatzversicherungen, die auch die Kosten für eine Dämmerschlafnarkose, eine Vollnarkose oder eine Lachgassedierung übernehmen. Eine entsprechende Zusatzversicherung kann man als Erwachsener ab ca. 20 € monatlichen Beitrag abschließen.

Fazit

Weisheitszähne sind bei den meisten Menschen angelegt und sie brechen erst spät durch, meistens zwischen dem sechzehnten und fünfundzwanzigsten Lebensjahr. Oftmals bereiten diese Zähne Probleme, da sie im Kiefer keinen ausreichenden Platz mehr finden. In diesen Fällen empfehlen Zahnärzte, die Weisheitszähne entfernen zu lassen.

Die Kosten für die Entfernung der Zähne übernehmen in der Regel die gesetzlichen Krankenkassen. Für den Fall jedoch, dass man Wert auf eine schonende und vollständige Betäubung während des Eingriffs legt, kann es für gesetzlich Versicherte sinnvoll sein, eine private Zahnzusatzversicherung für derartige Eingriffe abzuschließen.

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