ᐅ Zahnzusatzversicherung Zahnspange: Wann ist sie sinnvoll? [2022]

Autor: zahnzusatzver

Kieferorthopädische Behandlungen mit einer Zahnspange können nicht nur langwierig sein, sie sind meistens auch besonders teuer. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine einfache Behandlung im Regelfall nur bei Kindern, wenn eine medizinische Indikation vorliegt und die Behandlung früh begonnen wurde.

Bei Erwachsenen leisten sie nur noch in Ausnahmefällen. In diesem Beitrag möchten wir aufzeigen, welche Kostenübernahme von der gesetzlichen Krankenkasse erwartet werden kann und warum eine Zahnzusatzversicherung Zahnspange sowohl für Kinder als auch für Erwachsene sehr sinnvoll sein kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gesetzliche Krankenkassen leisten bei kieferorthopädischen Behandlungen nur bei Kindern, wenn eine medizinische Indikation bestimmter Schwere vorliegt und bei Erwachsenen im Regelfall gar nicht.
  • Müssen die Kosten für eine Zahnspange privat getragen werden, können diese schnell einige tausend Euro betragen.
  • Eine private Zahnzusatzversicherung Zahnspange kann diese hohen privaten Kosten tragen, wenn ein entsprechender Tarif mit umfangreichen kieferorthopädischen Leistungen ausgewählt wird.

Zahnspange Kinder: Wie hoch sind die Kosten?

Die Kosten für eine Zahnspange bei Kindern variieren stark und sind insbesondere davon abhängig, wie umfangreich die Zahnkorrektur ist und mit welcher Spange sie behandelt werden soll. Generell kann man sagen, dass das Kostenspektrum für die unterschiedlichen Spangentypen folgendermaßen aussieht:

  • Feste Spange: von 1500 bis8000 €
  • Lockere Spange: ab 600 €
  • Retainer: ab 300 €
  • Linguale Spange: von 1500 bis 5000 €
  • Aligner: von 3500 bis 6000 €

Was übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung?

Generell bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen eine Zahnspange für Kinder immer nur dann, wenn eine spezifische medizinische Notwendigkeit zur Behandlung vorliegt. In diesen Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen dann jedoch immer nur die einfachste und günstigste kieferorthopädische Versorgung.

Grundsätzlich werden dabei die Kosten für linguale Spangen oder auch Aligner nicht übernommen. Ob eine medizinische Notwendigkeit zur Behandlung einer Zahnfehlstellung vorliegt, wird anhand einer Einstufung in die sogenannten KIG Stufen (kieferorthopädische Indikationsgruppen) festgelegt.

Kategorisierung nach den KIG Stufen

Die KIG Stufen geben an, welchen Schweregrad eine Zahnfehlstellung aufweist. Dabei werden 5 KIG Stufen unterschieden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dabei die Kosten einer Zahnspange für Kinder erst ab dem Schweregrad der KIG Stufe 3. Im Einzelnen bezeichnen die einzelnen KIG Stufen folgende Schweregrade einer Zahnfehlstellung:

  • KIG Stufe 1: Bei dieser Einstufung handelt es sich um sehr leichte Zahnfehlstellungen, bei denen eine Behandlung hauptsächlich aus ästhetischen Erwägungen heraus infrage kommt. In diesen Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen keine Kosten.
  • KIG Stufe 2: In der Stufe 2 finden sich geringe Zahnfehlstellungen, die zwar eine Behandlung aus medizinischen Gründen notwendig machen, jedoch noch nicht derart ausgeprägt sind, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten übernehmen würden.
  • KIG Stufe 3: In dieser Kategorie finden sich ausgeprägte Zahnfehlstellungen, die in jedem Fall eine Behandlung aus medizinischen Gründen notwendig machen. Hierbei übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine einfache kieferorthopädische Behandlung, wenn diese bis zum Ende des 17. Lebensjahres begonnen wurde.
  • KIG Stufe 4: Die Stufe 4 umfasst bereits sehr stark ausgeprägte Zahnfehlstellungen, die eine medizinische Behandlung und Korrektur dringend erforderlich machen. In diesen Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine einfache Behandlung, wenn diese ebenfalls bis zum 17. Lebensjahr begonnen wurde.
  • KIG Stufe 5: In dieser Kategorie finden sich extrem ausgeprägte Zahnfehlstellungen, die zwingend behandelt werden müssen. Deshalb übernehmen in diesen Fällen die Krankenkassen auch die Kosten für eine einfache, medizinisch notwendige Behandlung mit günstigstem Material.

Zahnzusatzversicherung Zahnspange für Kinder – macht das Sinn?

Eine Zahnzusatzversicherung Zahnspange für Kinder kann aus unterschiedlichen Gründen sehr sinnvoll sein. Zum einen übernehmen private Zahnzusatzversicherungen auch schon bei einer KIG Einstufung von 1 oder 2 die Kosten für eine Spange. Zum anderen erstatten sie auch eine hochwertige kieferorthopädische Lösung aus hochwertigem Material oder eben auch eine linguale Spange, die optisch praktisch nicht wahrnehmbar ist.

Damit man von einer Kostenübernahme einer privaten Zahnzusatzversicherung in diesem Bereich profitieren kann, sollte man diese Zusatzversicherung für Kinder jedoch frühzeitig abschließen, bevor eine kieferorthopädische Behandlungen empfohlen oder angeraten wurde. Für bereits angeratene Behandlungen leisten die Zusatzversicherungen nicht mehr.

Warum kann eine Zahnspange Erwachsene nötig sein?

Auch bei Erwachsenen kann eine kieferorthopädische Behandlung mit einer Zahnspange notwendig sein, wenn sich Zähne im Laufe des Lebens verschieben oder im Erwachsenenalter ein Zahnengstand entsteht. In diesen Fällen leisten die gesetzlichen Krankenkassen jedoch in den meisten Fällen keine Kostenübernahme mehr und der Betroffene muss die gesamten Kosten dann privat tragen.

Zahnspange Erwachsene – welche Preise erwarten Sie?

Gerade Spangen für Erwachsene können sehr teuer werden, insbesondere, wenn man auf eine hochwertige kieferorthopädischer Versorgung Wert legt. Dabei liegen die Preisspannen je nach Umfang der Behandlung und Schweregrad der Fehlstellung für die verschiedenen Spangenlösungen in folgenden Bereichen:

  • Feste Spange: 2500-8000 €
  • Lockere Spange: ab 1000 €
  • Retainer ab 300 €
  • Linguale Spange: 6000-10000 €
  • Aligner 3500-6000 €

Bezahlt die gesetzliche Krankenkasse bei Erwachsenen?

Die gesetzlichen Krankenkassen leisten bei Zahnspangen für Erwachsene nur in sehr schweren und extremen Fällen. Hierbei kann es sich um Anomalien nach Krankheiten oder auch Unfällen handeln, die eine Behandlung dringend erforderlich machen, nicht jedoch bei einfachen Zahnfehlstellungen.

Auch in den besonders schweren Ausnahmefällen, in denen eine gesetzliche Krankenkasse die Kosten übernimmt, leistet sie immer für eine einfache Behandlung in einfachster Qualität.

Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie: Finanzielle Sicherheit & schöne Zähne

Nur wenige Versicherer bieten im Rahmen einer Zahnzusatzversicherung auch umfangreiche kieferorthopädische Leistungen an. Einige Spezialtarife hingegen haben hier einen Schwerpunkt in der Leistung gesetzt und bieten im Bereich Kieferorthopädie wirklich einen ausgezeichneten Leistungsumfang.

Bei der Auswahl einer passenden Zahnzusatzversicherung Zahnspange sollte man deshalb bei den einzelnen Tarifen auf den genauen Leistungsumfang achten. Umfangreiche Leistungen im Bereich Kieferorthopädie bieten einige Tarife der Inter Zahn oder der ARAG.

Fazit

Eine Zahnzusatzversicherung Zahnspange kann sowohl für Kinder als auch für Erwachsene eine wichtige Zusatzversicherung sein, um die Risiken hoher privater Kosten bei einer kieferorthopädischen Behandlung zu vermeiden. Wichtig ist in allen Fällen jedoch, dass man diese Zusatzversicherung rechtzeitig abschließt, noch bevor eine kieferorthopädische Behandlung empfohlen oder angeraten wurde, da die Zusatzversicherungen bei einer bereits vorliegenden Diagnose nicht mehr leisten.

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