ᐅ Zahnzusatzversicherung Parodontitis: Sinnvoll oder überflüssig? [2022]

Autor: zahnzusatzver

Parodontose ist als chronische Zahnfleischentzündung weitverbreitet und betrifft die meisten Erwachsenen. Bleibt sie unbehandelt, so kann sie zu einem Rückgang des Zahnfleischs führen und auch den Kieferknochen angreifen. Häufig ist dann ein Zahnverlust das Ergebnis. In diesem Beitrag möchten wir ausführen, warum eine gute Zahnzusatzversicherung Parodontitis für Erwachsene sehr sinnvoll ist und was es beim Abschluss zu beachten gilt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Parodontitis kann neben chronischen Zahnfleischentzündungen auch zum Verlust von Zähnen langfristig. Spezielle Parodontose Behandlungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen jedoch nur auf Basis eines Festzuschusses für eine Standardbehandlung bezuschusst.
  • Eine Zahnzusatzversicherung Parodontitis kann sehr sinnvoll sein, sie leistet jedoch nur dann, wenn noch keine Behandlung bei Vertragsabschluss begonnen wurde. Es kann sinnvoll sein, eine Zusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen abzuschließen.
  • Falls bereits eine starke Gebissschädigung wegen Parodontitis vorliegt, kann eine Versicherung nur noch bei einem Sofortversicherer abgeschlossen werden, der dann jedoch keinen großen Kostenanteil mehr trägt.

Was ist Parodontitis?

Parodontose oder auch Parodontitis ist eine zumeist chronische Erkrankung des Zahnfleischs. Sie entsteht immer dann, wenn sich das Zahnfleisch entzündet und dann diese Entzündung lange andauert und unbehandelt bleibt.

Durch die andauernde Zahnfleischentzündung werden sowohl das Zahnfleisch als auch der Kieferknochen angegriffen. Hierbei bilden sich dann sogenannte Taschen am Zahnfleisch, in den sich Bakterien sammeln und entwickeln. Diese greifen sowohl Knochen als auch Gewebe an. Wenn sich dieser Prozess fortsetzt, wird dadurch die Zahnbefestigung im Kiefer gelockert und es kann zu einem Zahnverlust kommen.

Übernimmt jede Zahnzusatzversicherung Patienten mit Parodontitis?

Wer an Parodontitis leidet, muss ich darauf einstellen, dass er langfristig Zahnersatz benötigen wird. Aus dieser Überlegung heraus ist es sinnvoll, eine gute Zahnzusatzversicherung Parodontitis abzuschließen, denn Zahnersatz ist teuer. Allerdings versichern nicht alle Zahnzusatzversicherungen Patienten mit einer Parodontitis, da es für die Versicherung auch ein hohes finanzielles Risiko bedeutet.

Einige Versicherer bieten hingegen Tarife an, bei denen zum Vertragsabschluss keine Gesundheitsfragen gestellt werden. Dies kann für Betroffene dann eine sinnvolle Möglichkeit sein, wenn sie noch keine Behandlung begonnen haben, oder ihnen noch nicht zu einer Behandlung geraten haben.

Warum ist eine Zahnzusatzversicherung mit Parodontitis wichtig?

Heute sind bereits über 80 Prozent der Erwachsenen über 35 Jahren von einer beginnenden Parodontitis betroffen. Für den Fall, dass diese unbehandelt bleibt, kann sie zu einem frühen Zahnverlust führen, der dann teuren Zahnersatz notwendig macht. Auch die Parodontose Behandlung selbst ist meistens langwierig und kostspielig.

Außerdem benötigen Patienten mit Parodontose auch häufiger eine professionelle Zahnreinigung, um die Zahnfleischtaschen zu reinigen. An all diesen Behandlungsnotwendigkeiten beteiligen sich die gesetzlichen Krankenkassen entweder gar nicht oder nur mit geringen Zuschüssen für eine Minimalversorgung, sodass die Patienten die hohen Kosten für die Versorgung dann privat bezahlen müssen.

Zahnzusatzversicherung trotz Parodontitis – auf was muss man achten?

Idealerweise schließt man eine Zahnzusatzversicherung Parodontitis bereits ab, bevor man Probleme mit der Zahnfleischerkrankung bekommt. Für den Fall, dass man bereit einmal eine leichte Parodontitis hatte, die jedoch ausgeheilt ist, kann man sich dies auch vom Zahnarzt bestätigen lassen. Für den Fall, dass eine akute Parodontitis vorliegt, kann man noch eine Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen abschließen.

Dies ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn man noch keine Behandlung begonnen hat, da auch diese Zusatzversicherungen bei laufender Behandlung nicht mehr leisten. Liegt bereits ein großer Gebissschaden durch eine Parodontitis vor, bleibt als letzter Ausweg nur noch der Tarif ERGO Zahnersatz Sofort, der zwar leistet, jedoch keine großen Zuschüsse mehr zu den Behandlungskosten beisteuert.

Die besten Tarife für eine Zahnzusatzversicherung Parodontitis

Einige Zahnzusatzversicherungen bieten besonders gute Leistungen für Parodontose Behandlungen in Verbindung mit Zahnersatz an. Zu den leistungsstärksten Tarifen gehören hierbei:

  • Nürnberger Versicherung Z100: Der Tarif leistet bei Parodontose Behandlungen sowie auch bei Zahnersatz zu 100 % und versichert auch Implantate. Er arbeitet ohne Wartezeit und mit einer recht guten Leistungsstaffel schon in den ersten Beitragsjahren.
  • Deutsche Familienversicherung Zahnschutz exklusiv: Dieser Tarif leistet ebenfalls sowohl für Parodontose Behandlungen als auch für Zahnersatz zu 100 %. Auch er arbeitet ohne Wartezeit und bietet dabei noch eine etwas bessere Leistungsstaffel in den ersten Beitragsjahren als die Nürnberger Versicherung.
  • ERGO Premium: In diesem Tarif kann man eine 100 % Erstattung bei Parodontose Behandlungen erwarten und eine Erstattung von 90 % bei Zahnersatz und Implantaten. Er arbeitet auch ohne Wartezeit, bietet jedoch nur eine geringere Leistungsstaffel in den ersten vier Beitragsjahren.
  • Münchener Verein ZahnGesund 85+: Dieser Tarif erstattet 85 Prozent für Parodontose Behandlungen und 85 bis 90 % Erstattungen für Zahnersatz und Implantate. Auch er arbeitet ohne Wartezeit und bietet eine recht gute Leistungsstaffel auch schon in den ersten Beitragsjahren.

Fazit

Parodontose ist nicht zu unterschätzen und kann in fortgeschrittenen Alter zu ernsthaften Problemen führen, die dann eine aufwendige Behandlung nach sich ziehen und gegebenenfalls auch Zahnersatz erfordern. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig eine gute Zahnzusatzversicherung Parodontitis abzuschließen, möglichst, bevor sich derartige Probleme einstellen. Wichtig zu wissen ist es, dass viele Zahnzusatzversicherungen bei einer bereits aktiven Parodontitis nicht mehr abgeschlossen werden können.

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