ᐅ Dritte Zähne: Arten, Kosten & Reinigung [2022]

Autor: zahnzusatzver

Zahnersatz im Alter ist bei den meisten Menschen unvermeidbar und es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, diesen zu gestalten. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen die verschiedenen Arten von Zahnprothesen vorstellen und dabei auch auf Vor- und Nachteile eingehen, sowie die entsprechenden Kosten aufzeigen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zahnprothesen können grundsätzlich als festsitzende oder auch herausnehmbare Prothesen zum Einsatz kommen. Für den Fall, dass noch gesunde Zähne vorhanden sind, können diese als Teilprothese infrage kommen, bei vollständig fehlenden Zähnen auch als Vollprothese.
  • Die Kosten für eine hochwertige Zahnprothese können schnell einige tausend Euro betragen. Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen im Rahmen ihrer Regelversorgung jedoch nur eine einfache Prothesenlösung. Deshalb müssen die Kosten für hochwertige und langlebige Prothesen von den Patienten zu einem großen Teil selbst getragen werden.
  • Durch den rechtzeitigen Abschluss einer geeigneten Zahnzusatzversicherung für Zahnersatz kann man sich vor hohen privaten Kosten schützen. Diese kann die Kosten für eine hochwertige Prothese entweder weitgehend oder vollständig übernehmen.

Was versteht man als dritte Zähne?

Die dritten Zähne bezeichnen verschiedene Arten an Zahnprothesen, die fehlende Zähne ersetzen. Je nachdem, ob noch echte Zähne vorhanden sind, können dabei Teilprothesen, Vollprothesen, ein herausnehmbarer Zahnersatz, einrastende Zahnprothesen oder auch implantatgetragene Zahnprothesen infrage kommen.

Die Teilprothese

Eine Teilprothese gehört zu den einfachen Optionen, die immer dann zum Einsatz kommen kann, wenn noch gesunde Zähne vorhanden sind. Hierbei wird die Prothese an die vorhandenen Zähne geklammert und kann auch recht leicht abgenommen werden. Die Klammern sind dabei nicht sichtbar und werden aus zahnfarbenem Material gefertigt.

Die Vollprothese

Eine Vollprothese kann immer dann eine Lösung sein, wenn man bereits alle Zähne verloren hat. Dabei handelt es sich dann um ein vollständiges Gebiss, das auf einer Zahnplatte sitzt, die auf dem Zahnfleisch befestigt wird. Sowohl die Zahnplatten als auch die Halterungen am Zahnfleisch sind unsichtbar und die Gebissprothesen werden zumeist mit einem Kleber darauf befestigt, der sie darauf festhält.

Herausnehmbarer Zahnersatz

Diese Prothesen werden aus einer Prothesenbasis gefertigt, die sowohl der Optik des Zahnfleisches als auch der Zähne entspricht und die herausnehmbar ist. Es werden dabei sowohl die Zähne als auch der obere und untere Zahnbogen geformt, die dann eine optimale Passform für das Gebiss bilden.
Herausnehmbarer Zahnersatz benötigt oft eine einige Wochen an Eingewöhnungszeit, in der die Zahnprothese auch mehrfach angepasst werden kann, bis sie perfekt sitzt.

Einrastende Zahnprothesen

Diese Zahnprothesen sind sehr stabil und trotzdem herausnehmbar. Sie entsprechen einer Vollprothese, die mit Druckknöpfen an noch vorhandenen Zähnen oder Implantaten befestigt wird. Besonders vorteilhaft bei dieser Ausführung ist der Umstand, dass sie auch bei einer hohen Belastung sehr wenig Druck auf den Ankerzahn ausüben und sie einfach gereinigt werden können.

Implantatgetragene Zahnprothesen

Sind bereits alle natürlichen Zähne verloren, so kann eine implantatgetragene Prothese auf vier Implantaten getragen werden. Durch die Implantate sitzt diese Prothese fest im Mund und kann bei Bedarf auch wieder entfernt werden. Nach dem Setzen der Implantate folgt zunächst eine mehrmonatige Einheilphase, während der man dann eine provisorische Prothese tragen kann.

Dritte Zähne ab welchem Alter?

Wann die dritten Zähne notwendig werden, hängt natürlich immer von der eigenen Zahngesundheit ab.

Dabei werden Teilprothesen oft bereits bei Patienten vor dem 45. Lebensjahr eingesetzt, wohingegen Vollprothesen zumeist erst in einem höheren Lebensalter notwendig sind. Hingegen wird eine Vollprothese meist erst dann notwendig, wenn ein Patient bereits sehr viele Zähne verloren hat und an einer Zahnbetterkrankung leidet.

Dritte Zähne – Kosten

Zahnersatz in Form einer Prothese kann schnell hohe Kosten verursachen, die meistens nicht vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Die Höhe der Kosten hängt einerseits von der Art der Prothese, dem Umfang der Prothese und auch besonders auch vom verwendeten Material ab.

Bei festsitzenden Prothesen für einen Zahn liegen die Kosten, je nach Material zwischen ca. 800 und 2600 €. Implantatbrücken können dabei mit 1300 bis zu 5500 € zu Buche schlagen und Verbundbrücken kosten zwischen 850 und ca. 6000 €. Bei herausnehmbaren Prothesen liegen die Kosten im Bereich von 500 bis 6000 €.

Zahnzusatzversicherung für dritte Zähne

Die Kosten für Zahnprothesen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur im Rahmen der Regelversorgung bezuschusst. Diese sieht immer nur eine kostengünstige und einfache Versorgung vor. Für den Fall, dass ein Bonusheft regelmäßig geführt wurde, kann der Zuschuss der Krankenkassen hierbei bis zu 75 Prozent betragen.

Falls man jedoch eine hochwertige Versorgung mit einer Zahnprothese wählt, muss man als Patient einen Großteil der Kosten selbst tragen. Eine gute Zahnzusatzversicherung kann hier sehr sinnvoll sein. Diese kann bei einem entsprechend ausgewählten Tarif mit hohen Leistungen bei Zahnersatz auch für hochwertige Prothesen die Kosten weitgehend oder vollständig tragen. Eine gute Zahnzusatzversicherung für hochwertigen Zahnersatz kann man ab einem monatlichen Beitrag von ca. 30 € abschließen.

Wie kann man dritte Zähne reinigen?

Gerade bei herausnehmbarem Zahnersatz ist eine besonders gründliche Mundhygiene zwei bis drei Mal am Tag nach den Mahlzeiten sehr wichtig. Auch auf den dritten Zähnen setzen sich Speisereste und Bakterien fest, die im Mundraum Entzündungen hervorrufen können oder Mundgeruch verursachen. Grundsätzlich kommen bei herausnehmbarem Zahnersatz zwei Reinigungsmethoden infrage:

  • Mechanisches Putzen der Prothese: Genau wie beim Zähneputzen kann auch eine herausnehmbare Zahnprothese mit einer Zahnbürste oder einer speziellen Prothesenbürste gereinigt werden. Jedoch sollte man hierfür keine reguläre Zahnpasta verwenden, da die Schmirgelstoffe der Zahncreme die Oberfläche der Prothese angreifen.
  • Chemische Reinigung der Prothese: Eine Zahnprothese lässt sich auch mit speziellen Sprudeltabletten oder Reinigungspulvern säubern, die zumeist Peroxid enthalten. Diese können sowohl Plaque als auch Verfärbungen lösen und haben eine antibakterielle Wirkung. Idealerweise kombiniert man beide Reinigungsmethoden miteinander.

Fazit

Die dritten Zähne können bei manchen Menschen bereits vor dem 50. Lebensjahr ein Thema werden und sie können hohe private Kosten verursachen, wenn man sich für eine hochwertige und langlebige Zahnprothese entscheidet. Deshalb kann es sehr sinnvoll sein, rechtzeitig eine entsprechende Zahnzusatzversicherung abzuschließen, die in diesem Fall dann auch die Kosten für eine hochwertige Versorgung trägt.

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