ᐅ Hypodontie: Ursachen & Behandlungsmöglichkeiten [2022]

Autor: zahnzusatzver

Bleibende Zähne können bei einigen Menschen nicht angelegt sein und es entstehen automatisch Lücken im Gebiss, wenn die Milchzähne ausfallen. In diesem Beitrag möchten wir aufzeigen, was eine Hypodontie ist, wie sie entsteht und wie sie behandelt werden kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Hypodontie bezeichnet zumeist eine Nichtanlage von bleibenden Zähnen. Diese ist meist genetisch bedingt, kann jedoch aufgrund von Entwicklungsstörungen oder Erkrankungen entstehen.
  • Lücken, die durch die Nichtanlage von Zähnen im Gebiss entstehen, kann man gut mit Zahnspangen oder Implantaten behandeln. Ferner gibt es auch Möglichkeiten, Milchzähne zu erhalten oder Zähne zu verpflanzen.
  • Eine gute Zahnzusatzversicherung ist in diesen Fällen sehr sinnvoll, da die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlungen nur mit geringen Festzuschüssen im Rahmen der Regelversorgung übernehmen. Die Zahnzusatzversicherung erspart somit hohe private Kosten.

Was ist Hypodontie?

Bei einer derartigen Anomalie sind bleibende Zähne genetisch bei einem Patienten nicht angelegt und fehlen somit. Dabei kann es sich sowohl um einzelne Zähne als auch um eine Vielzahl von Zähnen handeln.

Die genetische Anlage kann sowohl erblich bedingt sind sein, jedoch auch angeboren sein oder infolge einer Erkrankung oder Entwicklungsstörung auftreten. Je nachdem, wie viele Zähne fehlen, spricht man dabei von verschiedenen Ausprägungen. Man bezeichnet sie als

  • Hypodontie, wenn zwischen einem und fünf Zähnen fehlen,
  • Oligodontie, wenn mindestens sechs oder mehr Zähne fehlen,
  • Anodontie, wenn gar keine Zähne angelegt sind und
  • Hyperodontie, wenn zusätzliche Zähne als im üblichen Gebiss angelegt sind.

Welche Ursachen stecken dahinter?

Normalerweise ist eine derartige Anomalie eben erblich angelegt oder einfach angeboren. Jedoch kann sie auch infolge einer Erkrankung auftreten oder Folge einer Entwicklungsstörung sein. Dies ist oftmals bei einem Down-Syndrom gegeben oder einer anderen angeborenen Anomalie.

Zusätzlich kann es auch vorkommen, dass der Zahnkeim verkümmert, bevor sich die bleibenden Zähne herausgebildet haben. Hierfür können auch äußere Einwirkungen infrage kommen, wie eine Bestrahlung, eine Entzündung des Knochenmarks oder auch ein Unfall.

Wie oft gibt es die Krankheit?

Die Nichtanlage von bleibenden Zähnen kommt relativ häufig vor und ist eine weit verbreitete Anomalie. Insgesamt sind ca. 3,5 bis 8 Prozent der Bevölkerung davon betroffen. Eine Nichtanlage von Milchzähnen kommt hingegen wesentlich seltener vor.

Wie läuft eine Hypodontie Behandlung ab?

Fehlende Zähne durch eine Nichtveranlagung kann man kieferorthopädisch mit verschiedenen Methoden behandeln. Die jeweils geeignete Methode ist immer vom Einzelfall abhängig und auch von der Art der Zähne, die fehlen. Bei fehlenden Weisheitszähnen ist zumeist keine Behandlung notwendig, bei fehlenden Schneide- oder Backenzähnen hingegen schon.

In vielen Fällen kann bei fehlenden Backenzähnen oder auch Schneidezähnen die Lücke über die Behandlung mit einer Zahnspange geschlossen werden. In anderen Fällen greift man oftmals auf Implantate oder auch Brücken zurück. Allerdings gibt es noch einige weitere Alternativen, um fehlende Zähne zu ersetzen. Diese sind:

  • Milchzähne erhalten: Stellt man die Nichtanlage eines bleibenden Zahnes bei einem jungen Patienten fest, so kann auch der Milchzahn erhalten werden als Platzhalter oder er kann an eine andere Stelle im Gebiss transplantiert werden.
  • Autotransplantation: Bei dieser Methode wird ein bleibender Zahn an eine andere Stelle transplantiert.
  • Einsatz von Zahnbrücken: Fehlen bleibende Frontzähne bei Kindern, kann durch den Einsatz einer Zahnbrücke diese Lücke geschlossen werden. Dadurch wird die Lücke freigehalten und kann nach Abschluss des Kieferwachstums dann mit einer dauerhaften Lösung versorgt werden (Implantat).

Zahnzusatzversicherung für Hypodontie: In welchen Fällen ist sie sinnvoll?

Eine Zahnzusatzversicherung kann bei einer derartigen Anomalie besonders sinnvoll sein. Wichtig dabei ist jedoch, dass diese möglichst frühzeitig abgeschlossen wird, wenn noch keine Milchzähne fehlen und auch noch keine weitere Behandlung angeraten wurde oder bereits begonnen wurde.

Dabei gibt es bei den Tarifen der Versicherer Zahnzusatzversicherungen für ausfallende Milchzähne, die den Fall absichern, dass bleibende Lücken später durch Implantate geschlossen werden müssen. Die Kosten für Implantate liegen schnell bei einigen tausend Euro und werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht getragen. Durch eine geeignete Zahnzusatzversicherung kann man sich deshalb vor hohen privaten Kosten schützen.

Zahnzusatzversicherung: Diese Tarife kommen infrage

Einige Versicherer bieten besondere Tarife an, die sich für die Übernahme von Behandlungskosten bei einer Nichtanlage von Zähnen eignen:

  • Bayerische Zahn Prestige: Dieser Tarif bietet eine 100 Prozent Übernahme der Kosten für Implantate und eine 80 Prozent Übernahme der Kosten für kieferorthopädische Leistungen. Die monatlichen Beiträge liegen bei ca. 21 € beim Abschluss mit 15 Jahren und bei 25 € im Alter von 25 Jahren.
  • DKV KDTP100+KDBE: Bei diesem Tarif werden sowohl die Kosten für Implantate als auch für kieferorthopädische Leistungen zu 100 Prozent übernommen. Der monatliche Beitrag liegt beim Abschluss mit 15 Jahren bei günstigen 12,18 € und mit 25 Jahren bei 25,95 €.
  • Nürnberger Komfort 100/Z100: Auch dieser Tarif der Nürnberger Versicherung bietet eine vollständige Übernahme der Kosten für Implantate und kieferorthopädische Leistungen. Der monatliche Beitrag liegt bei 18,50 € mit 15 Jahren und bei 23,50 € mit 25 Jahren.
  • UKV ZahnPrivat Premium: Die UKV bietet in diesem Tarif eine 90 Prozent Übernahme der Kosten für Implantate und kieferorthopädische Leistungen. Er kostet 19,79 € beim Abschluss mit 15 Jahren und 16,64 € beim Abschluss mit 25 Jahren. Für den Fall, dass bereits ein Implantat angeraten wurde, bietet sich der Tarif UKV ZahnPrivat Optimal an.

Fazit

Eine Hypodontie muss in den meisten Fällen behandelt werden und verursacht hohe Kosten für kieferorthopädische Leistungen oder auch Implantate. Da die gesetzlichen Krankenkassen sich an der Behandlung nur mit geringen Festzuschüssen beteiligen, ist es auf jeden Fall sinnvoll, rechtzeitig eine entsprechende Zahnzusatzversicherung abzuschließen, die diese sonst hohen privaten Kosten übernimmt.

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